Programmvorschläge

L’Ospedale della Pietà

Mit Werken von Vivaldi, Lotti, Porpora und Rosenmüller

Seit dem späten Mittelalter genossen die Mädchen im Waisenhaus der Pieta in Venedig eine umfassende musikalische Ausbildung. Sie leisteten vor allem als Sängerinnen einen Beitrag zur musikalischen Gestaltung der Messe. Ab dem frühen 17. Jahrhundert wurden die Mädchen zusätzlich zu Instrumentalistinnen ausgebildet; eine Besonderheit, da zu der Zeit weibliche Instrumentalisten unüblich waren.
Das herausragende Können der Spielerinnen bescherte dem Ospedale della Pietà einen über die Landesgrenzen hinweg hinausreichenden Ruf. So kamen auch international renommierte Musiker und Komponisten wie z.B. Antonio Vivaldi, Nicola Porpora, Francesco Gasparini oder auch Johann Rosenmüller als Maestri da capella an die Pietà um dort Unterricht im instrumentalen Spiel, Kontrapunkt und Gesang zu geben.
Das präsentierte Programm greift auf das Repertoire der musikalischen Blütezeit des Ospedale zurück und zeigt kammermusikalische Werke, die speziell für das herausragende Können der jungen Musikerinnen geschrieben wurde.

Tatjana Zimre – Barockoboe / baroque oboe
Matthea de Muynck – Barockvioline / baroque violin
Tabea Schwartz – Blockflöte / recorder
Inga Maria Klaucke – Barockfagott / baroque bassoon
Anna Zimre – Barockvioloncello / baroque cello
Manuel Dahme – Cembalo / harpsichord

 

With works from Vivaldi, Lotti, Porpora and Rosenmüller

From late medieval times on the girls of the orphanage Ospedale della Pietà in Venice received a comprehensive musical education. Especially as singers they played an important role for the music of church services. From the early 17th century the girls were as well trained as instrumentalists – unusal for these times as girls were not supposed to play instruments.
These girls’ outstanding musical abilities were the reason for the international reputation of the Ospedale della Pietà. Famous musicians and composers such as Antonio Vivaldi, Nicola Porpora, Francesco Gasparini and Johann Rosenmüller came to the Pietà to be maestri da capella and teach instrumental playing, counterpoint and singing.
This program presents repertoire of the Ospedale’s musical heydey and shows chambermusic works written especially for the young girls of the orphanage and their outstanding musical skills.

 

 

Giovanni Benedetto Platti – ein Komponistenporträt

Der Komponist Platti kam 1722 zusammen mit vielen italienischen Kollegen an den Würzburger Hof. Dort machte er sich einen Namen als virtuoser Oboist und stieg schnell im Ansehen des musikliebenden Würzburger Adels. Während die meisten italienischen Musiker schon wieder nach zwei Jahren zurück in ihre Heimat zogen, blieb Platti als einziger bis zu seinem Tod 1763 im Dienste des Fürstbischofs. Hohe Wertschätzung erhielt Platti unter anderem vom Bruder des Fürstbischofs, dem Grafen Rudolf Erwein von Schönborn-Wiesentheid. Dieser begann schon früh, sich eine umfangreiche musikalische Bibliothek anzulegen. Für ihn schrieb Platti viele Cello- und Triosonaten.
Aria Variata gibt in diesem Programm einen Überblick über das kammermusikalische Werk von Giovanni Benedetto Platti und erweckt die abwechslungsreiche Musik des Würzburger Komponisten wieder zum Leben.

Tatjana Zimre – Barockoboe / baroque oboe
Anna Zimre – Barockvioloncello / baroque cello
Manuel Dahme – Cembalo / harpsichord

 

Giovanni Benedetto Platti – portrait of a composer

In 1722, the composer Giovanni Benedetto Platti arrived at the court of Würzburg among many other Italian musicians. He quickly gained reputation as an excellent oboe player and was therefore acclaimed by the local aristocracy. While most of his Italian colleagues returned home after two years, Platti remained in Würzburg serving the prince-bishop until his death in 1763. He was highly regarded by the prince-bishop’s brother, the earl Rudolf Erwein von Schönborn-Wiesentheid, who started collecting music for his library from an early age on. For him Platti composed many cello and trio sonatas.
With this program Aria Variata gives an overview over Platti’s chamber music works and brings his diverse music to life.

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